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Sven Kernich, Gunnar Bergmann, Peter Quint, Leon Krätzschmar und Gerd Hellmann (v.l.n.r.) haben als Erinnerung ein kleines Modell des Schilfbootes.

Abora IV: Schilfboot verlässt Hafen von Varna

Jetzt ist es endlich soweit - am 11. August startet das neue Schilfboot "ABORA" zu einer neuen Expedition. Mit dieser inzwischen 4. Reise will der Experimentalgeologe Dr. Dominique Görlitz nachweisen, dass es bereits in vorchristlicher Zeit Handelsrouten über Meere und Ozeane gab, die wesentlich intensiver waren, als man bisher annahm. Nachdem er mit seiner letzten Mission von Amerika nach Europa kurz vor dem Erreichen des Festlandes scheiterte, will er mit der ABORA IV vom Schwarzen Meer von Varna nach Zypern im Mittelmeer. Diese etwa 2.000 km lange Seereise soll beweisen, dass vorantike Argonauten seit Beginn der Metallzeit und damit lange vor den Griechen diese Seewege genutzt haben. 

Mitsponsor und Unterstützer dieser und anderer Vorhaben ist bereits seit langer Zeit TMP. Da das Schiff direkt in Bulgarien zusammengebaut werden sollte, entschieden sich die Bad Langensalzaer dieses Mal: Wir helfen auch vor Ort. Fünf TMP-Mitarbeiter reisten direkt zur Baustelle nach Varna Beloslav. "Die Auswahl haben wir auch danach getroffen, wer gute Arbeit im Unternehmen geleistet hat.", sagte Tobias Kern, Prokurist und Leiter Service und Montage. Sven Kernich, Gunnar Bergmann, Peter Quint, Leon Krätzschmar und Gerd Hellmann waren letztendlich diejenigen, die von Anfang bis Mitte Juli dabei waren. "Der Arbeitstag war lang und auch oft körperlich anstrengend." Trotzdem hat es mir gefallen, berichtete Gunnar Bergmann. In der Regel ging es früh um 7 Uhr los und oft bis nach 20 Uhr.

In dem international besetzen Team von 25 Helfern, welches aus der Abora-Crew, bulgarischen und anderen Helfern bestand, waren die Thüringer meist damit beschäftigt, die Schilfbündel zu einem Bootskörper mit Seilen und Ratschen nach Anleitung zu verspannen. Denn das Gesamtgewicht des Bootes, bestehend aus dem Schwimmkörper aus Schilf und einem Holzaufbau, beträgt immerhin 25 Tonnen. Die Hauptakteure waren hier zwei Bolivianer mit viel Erfahrung im traditionellen Schiffsbau, welche das Material genau kannten. Denn die verwendetetn Schilfrohre stammten aus ihrer Heimat und waren per Schiff antransportiert worden. Sogar ein TMP-Fenster wurde im Schilfboot verbaut. 

"Ich würde so eine Reise jederzeit wieder machen", ist Gunnar Bergmann jetzt noch begeistert. 

Weitere Informationen zum ABORA IV Projekt und die aktuelle Position finden Sie auf www.abora.eu

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